Gewächshaus aus Glas im Garten ©

Gewächshaus bauen für mehr Pflanzenvielfalt im Garten

Jeder Garten bietet etwas Platz, um ein Gewächshaus bauen zu lassen. Ob ein Glas- oder Foliengewächshaus – genießen Sie die zusätzliche Fläche für den ganzjährigen Anbau von Gemüse oder Kräutern.

Gewächshaus – Vorteile genießen

Das Gewächshaus ist der Traum aller Gärtner:innen, die gern das ganze Jahr über Pflanzen ziehen. Im Gewächshaus können Pflanzen gedeihen, die mehr Wärme brauchen, und schon vor Frühlingsbeginn blühen die ersten Blumen. Selbst eine frühere Gemüse- und Kräuterernte ist dank des Gewächshauses möglich. Im Winter ist das Gewächshaus zudem der perfekte Ort, um Pflanzen zu überwintern, die keine Kälte vertragen. Aber nicht nur in den kühlen Monaten bietet das Gewächshaus Schutz. In manchen Regionen ist der Sommer heiß und trocken – gefolgt von heftigen Gewittern. Dort eignet sich das Gewächshaus bestens, um Ihre Pflanzen vor tagelangem Regen und Wind zu schützen. Im Unterschied zu einem Hochbeet unter freiem Himmel sind Ihre Pflanzen im Gewächshaus auch vor Schnecken und Ungeziefer sicher. 

‌Alle Vorteile und wichtige Hinweise, die beim Bau eines Gewächshauses beachtet werden müssen, sind für Sie im folgenden Artikel zusammengefasst.

Gewächshaus oder Treibhaus?

Der Unterschied zwischen Gewächshaus und Treibhaus ist, dass die Temperatur im Treibhaus deutlich höher ist und so tropische Pflanzen gezüchtet werden können. Das Treibhaus ist ebenfalls lichtdurchlässig gebaut. Hier muss aber auch die Luftfeuchtigkeit konstant höher sein und eine gute Isolierung ist besonders wichtig, damit die Wärme nicht nach außen verloren geht. Als Treibhäuser eignen sich deshalb Gewächshäuser mit Doppelverglasung. Im Unterschied zum Gewächshaus verfügt das Treibhaus auch über ein ausgeklügeltes Regenablaufsystem, das die hohe und ausgeglichene Luftfeuchtigkeit möglich macht.

Gewächshaus planen

Bevor Sie sich für ein Gewächshaus entscheiden, sollten vorab ein paar grundlegende Fragen geklärt werden. Dazu gehört unter anderem der Standort und die Größe Ihres Gewächshauses. Nicht zuletzt sollten Sie vorher überlegen, für welche Pflanzen Sie Ihr Gewächshaus nutzen möchten. Soll es eine reine Tomatenzucht werden oder möchten Sie neben Gemüse auch allerlei andere Pflanzen anbauen? Die Größe und die Nutzung Ihres Gewächshauses entscheidet dann über das Material, welches sich am besten für die Verkleidung Ihres Gewächshauses eignet.

Himmelsrichtung und Standort

Das Gewächshaus ist dank seiner Konstruktion aus einem Gerüst lichtdurchflutet und mit Glas oder einer Plastikfolie ausgekleidet. Durch den sogenannten Glashauseffekt steigt die Innentemperatur im Gewächshaus und versorgt die Pflanzen mit Wärme, wodurch der Reifungsprozess beschleunigt wird. Damit die Sonne Ihre Pflanzen mit genügend Licht versorgen kann, ist es umso wichtiger, den richtigen Standort für das Gewächshaus zu wählen. Grundsätzlich entscheidet man sich am besten für die Ausrichtung Norden nach Süden. Im Osten steigt die Sonne auf und wärmt so die Glasscheiben. Ab Mittag steht die Sonne im Süden und das Gewächshaus, das mittags der Länge nach zur Sonne steht, bekommt weniger Wärme ab. So verhindern Sie, dass Ihre Pflanzen verbrennen. Am späten Nachmittag sinkt die Sonne im Westen und das Glashaus nimmt die Wärme der letzten Sonnenstrahlen vor dem Untergehen noch auf. 

‌Während der kalten Jahreszeit steigt die Sonne nicht so hoch wie im Sommer. Wenn Sie das Gewächshaus zur Pflanzenzucht während der Wintermonate nutzen möchten, richten Sie das Gewächshaus Richtung Osten nach Westen aus. Gerade im Winter möchten Sie verhindern, dass Ihr Gartenhaus womöglich den ganzen Tag im Schatten liegt. Aus diesem Grund sollten Sie auch vorab überlegen, welche Pflanzen Sie im Gewächshaus züchten möchten. Zusätzlich ist das Material, aus dem Sie das Gewächshaus bauen, ausschlaggebend für das Wachstum der Pflanzen.
Beispiel:
Wenn Sie Ihr Gewächshaus rein für die Zucht von Kräutern, Pflanzen oder Gemüse verwenden wollen, dann ist ein Standort mit der Ausrichtung von Osten nach West am besten. Gerade im Frühjahr fällt das Sonnenlicht aus Südost oder Südwest in das Gewächshaus ein. Das Gewächshaus steht somit mit der breiten Seite in Richtung Süden und Ihre Pflanzen bekommen schon in den ersten Frühlingsmonaten genügend Sonnenlicht, um austreiben zu können.
Denken Sie daran, das Gewächshaus nicht zu entlegen von Ihrem Haus zu planen. Je kürzer der Weg ist, desto praktischer. Am besten wird noch ein Schotterweg zum Gewächshaus eingeplant. So machen Sie sich den Rasen nicht kaputt und außerdem kann, wenn notwendig, ein Schubkarren leichter geschoben werden. Im Leitartikel „Gartenwege anlegen“ finden Sie mehr Informationen zum Thema.

Schutz vor Sonne, Wind und Wetter

Das Gewächshaus soll sonnig stehen, aber auch die Mittagshitze tut Ihren Pflanzen nicht gut. Daher wird am besten ein Standort gewählt, der in der Mitte des Tages Schatten spendet, z.B. durch einen großen Baum. Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern schützen Ihr Gewächshaus zudem vor Wind. Zu nahe sollte der Baum aber dennoch nicht stehen, denn sonst könnten Äste auf das Dach fallen und Sie müssten das Dach regelmäßig vom Laub befreien. Um kalte Luftströmungen zu vermeiden, ist es außerdem besser, das Gewächshaus nicht an das Ende eines Hangs zu bauen. Die kalte Luft zieht über den Hang hinunter und würde Ihr Gewächshaus auskühlen.

Heizung

Wer im Garten nicht genug Sonne hat, kann natürlich auf ein beheiztes Gewächshaus setzen. Die Heizung hat außerdem den Vorteil, dass selbst im Winter Tropenpflanzen, die mehr Wärme brauchen, wachsen können. So müssen Ihr Oleander oder Ihre Zitruspflanzen nicht frieren und es ist auch im Winter die Zucht von diversen tropischen Pflanzen möglich. Eine Heizung bedeutet aber nicht, dass Sie große Mengen an Energie verheizen. Mit Temperaturen knapp über 0 Grad sind die meisten Pflanzen schon vor dem Frost geschützt. Neben Strom eignet sich auch Petroleum oder eine Gasheizung.

Baugenehmigung für Gewächshäuser

Ob für ein Gewächshaus eine Baugenehmigung erforderlich ist, hängt von den Regelungen in Ihrem Bundesland ab. In den meisten Bundesländern darf ein Gewächshaus bis zu einer Firsthöhe von 5 m ohne Baugenehmigung gebaut werden. Am Bauamt bekommen Sie alle wichtigen Informationen rund um die Baugenehmigung und ob es auf Ihrem Grundstück einen Bebauungsplan zu beachten gibt. Das trifft bei sehr alten Grundstücken innerhalb einer Stadtgemeinde zu. Das Bauamt informiert darüber hinaus, welche Grenzabstände zum Nachbargrundstück zu beachten sind. Sind Sie nicht Haupteigentümer Ihres Grundstückes, sondern Miteigentümer:in, muss bei einer baulichen Veränderung die Wohneigentümergemeinschaft informiert werden und vorab die Zustimmung zum Bau eines Gewächshauses erteilt werden. Im Leitartikel „Bauliche Veränderung“ finden Sie mehr Informationen zum Thema.
Hinweis:
Baugenehmigung: Grundsätzlich ist für ein kleine Gewächshaus im Garten keine Baugenehmigung erforderlich. Wenn Sie vorhaben, ein größeres Gewächshaus bauen zu lassen, und Sie in einer Wohnsiedlung leben, ist es dennoch wichtig, vorab abzuklären, ob der Bau eines Gewächshauses erlaubt ist.

Gewächshausmodelle

Bevor Sie sich für ein Gewächshaus entscheiden, sollten Sie überlegen, wie Sie Ihr Gewächshaus nutzen möchten und wie viel Fläche Sie dafür brauchen. Möchten Sie hauptsächlich Ihr eigenes Gemüse anbauen oder einfach nur ein paar Sonnenblumen oder Tomaten ziehen? Je größer Sie Ihr Gewächshaus planen, desto mehr Platz haben Sie zum Heranzüchten von unterschiedlichen Blumen, Kräutern und Gemüsesorten. Am besten eignen sich für den Anbau im Gewächshaus Gemüsesorten wie Bohnen, Gurken, Kohl, Radieschen, Tomaten, Spinat und viele andere Sorten. 

‌Mittlerweile können Sie im Fachmarkt bereits fertige Gewächshäuser erwerben, die nur noch vor Ort zusammengesetzt werden müssen. Wenn Sie sich für ein individuelles Gewächshaus entscheiden, haben Sie den Vorteil, dass Sie das Gewächshaus nach Ihrer gewünschten Größe planen können. So lassen sich im Inneren die Arbeitsbereiche nach Wunsch einteilen. Neben der Fläche für Blumen und Kräuter können Sie eine Arbeitsfläche einplanen, die Sie entweder zum Umtopfen oder zum Verstauen von Blumentöpfen, Blumenerde und Werkzeug verwendet können. Lassen Sie sich im Fachhandel von Gewächshausexperten beraten. Mit einem Profi können Sie Ihr Gewächshaus fachmännisch planen und bauen, um Ihr Gewächshaus optimal zu nutzen.

Anlehngewächshaus

Das Gewächshaus kann entweder freistehend geplant werden oder als Anlehngewächshaus an einem Schuppen. Der Vorteil des Anlehngewächshauses ist, dass die Kosten einer Wand eingespart werden könne und das Gewächshaus zudem mit mehr Wärme versorgt wird.

Tomatengewächshaus

Das Tomatengewächshaus ist ein eigenes Modell, dass für die Zucht von Tomaten entwickelt wurde. Es ist besonders hoch und daher bestens für das Wachstum der Tomatenstauden geeignet. Im Tomatengewächshaus sind Ihre Tomatenpflanzen vor Regen und Wind geschützt, bekommen jedoch trotzdem jede Menge Licht. Ihre Tomaten sind zudem vor Schädlingen und Sporenbefall sicher. Möchten Sie kein eigenes Gewächshaus für Ihre Tomaten bauen lassen, dann sind Foliengewächshäuser eine praktische Alternative

Gewächshausverkleidung

Je nach Größe Ihres Gewächshauses gibt es diverse Materialien, mit denen sich Gewächshäuser verkleiden lassen. Nicht zuletzt bestimmt die Wahl des Materials die Kosten für Ihr Gewächshaus.

Materialien für die Überdachung

  • Folie: Die wohl günstigste und schnellste Variante ist ein Gewächshaus aus Plastikfolie. Nachteil der Plastikfolie ist, dass sie nicht wind- und wetterfest und auch optisch kein Blickfang im Garten ist.  
  • Hohlkammerplatten: Wenn Sie ein besonders günstiges Gartenhaus bauen lassen wollen, dann greifen Sie für die Wände und für das Dach zu Materialien wie Polystyrol, Polycarbonat oder PVC. Bedenken Sie jedoch, dass diese Materialien nicht sehr lichtdurchlässig und außerdem aufgrund der Qualität nicht lange haltbar sind.  
  • Plexiglasplatten sind in der Anschaffung teurerer als PVC-Platten, dafür aber deutlich lichtdurchlässiger. Das Wasser kann leicht an der Oberfläche des Materials ablaufen und die Reinigung der Platten ist leicht. Ein Vorteil ist ebenfalls die einfache Montage und dass das Gewächshaus nach Belieben und ohne viel Aufwand vergrößert werden kann.  
  • Doppelstegplatten sind noch stabiler und halten sogar einem starken Regen oder Hagelgewitter stand. Das bruchsichere Material kostet mehr als die PVC-Platten, dafür wird es Ihnen über eine lange Zeit Freude bereiten. Mithilfe von Aluschienen werden die Stegplatten oben und unten verschlossen, damit kein Wasser ins Innere des Gewächshauses eindringt. Doppelstegplatten sind ein sehr beliebtes Material, weil es gut isoliert und UV-beständig ist. Die Isolierung ist so gut, dass Sie am besten einen Ventilator einbauen lassen, um der hohen Luftfeuchtigkeit entgegenzuwirken. Wenn die Doppelstegplatten nicht mehr als 6 mm dick sind, kann man die Pflanzen im Gewächshaus auch noch von außen sehen. 
  • Glasscheiben sind wohl das hochwertigste und optisch ansprechendste Material, das Sie für den Bau Ihres Gewächshauses wählen können. Ein Gewächshaus aus Glasscheiben hält besonders lange, ziert den Garten und lässt ganz besonders viel Licht ins Innere. So sieht man auch von außen durch die Glasscheiben ins Gewächshaus. Nachteil von Glasscheiben ist, dass die Anschaffungskosten hoch sind und der Aufbau schwieriger ist. Auf ein stabiles Fundament darf nicht verzichtet werden und ein geschützter Standort ist auch deshalb wichtig, damit die Pflanzen durch die starke Sonneneinstrahlung nicht verbrennen. Bei einem Gewächshaus mit Glasscheiben werden deshalb Fenster eingebaut, die man zum Lüften öffnen kann, um so Temperaturschwankungen besser entgegenzusteuern. Überlassen Sie den Aufbau eines Gewächshauses aus Glas auf alle Fälle den Fachexperten. Sowohl der Transport als auch der Aufbau von Glas ist aufgrund der hohen Bruchgefahr nicht ungefährlich. 
  • Ein Gewächshaus mit Glasscheiben kann aufgrund der Größe übrigens gleichzeitig auch als Gartenhaus genutzt werden. Im Leitartikel „Gartenhaus bauen“ finden Sie mehr Informationen zum Thema.

    ‌Ein Gewächshaus mit Fundament sollte unbedingt von den Fachexperten aufgebaut werden. So können Sie sicher sein, dass das Gewächshaus auf einem stabilen Fundament steht. Ein präziser Aufbau ist außerdem notwendig, damit kein Wasser durch das Dach eindringt.

    Materialien für das Gerüst

    Für die Gerüstkonstruktion können unterschiedliche Materialien gewählt werden. Neben Metall wie Aluminium ist Holz eine beliebte Wahl: Am besten eignet sich getrocknetes Vollholz oder Leimholz. Lärchenholz zeichnet sich durch seine besonders hohe Festigkeit aus und ist deshalb ideal für das Gewächshaus geeignet. Zum Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit und Nässe wird es vor dem Zusammensetzen imprägniert und mit einer Holzlasur eingelassen. Die Fachexperten wissen, welche Imprägnierfarben die Oberfläche der Plexiglasplatten für die Überdachung später nicht angreifen.

    Gewächshaus bauen

    Je nach Größe Ihres Gewächshauses ist unter Umständen ein Fundament notwendig, damit das Gewächshaus stabil steht. Kleine Gewächshäuser, die nur ein paar Quadratmetern groß sind, oder ein Hochbeet mit Folie brauchen kein Fundament. Es reicht, wenn der Boden darunter gerade ist oder Sie einfache Gehwegplatten als Fundament darunterlegen. Sobald Ihr geplantes Gewächshaus über 5 m2 Grundfläche hat, müssen Sie ein stabiles Fundament bauen lassen. Dazu eignet sich ein Streifen- oder ein Punktfundament. Ein stabiles Fundament sollte zudem immer etwas größer gebaut werden als die Grundfläche des Gewächshauses. Das verhindert, dass das Gewächshaus nach einer Seite wegrutscht. Lassen Sie sich von einem/einer professionellen Maurer:in bezüglich der Wahl des Fundaments beraten. Ganz gleich, ob Sie ein stabiles Fundament oder Gehplatten verwenden, der Boden unter dem Gewächshaus muss eben und gerade sein. Das Fundament schützt zudem Ihre Pflanzen vor Bodenfrost. Ein großer Vorteil des Fundaments ist außerdem, dass sämtliche Anschlüsse für Wasser und Strom verbaut werden können und Ihnen später kein wertvoller Platz verloren geht. Wenn Sie sich für ein kleines Gewächshaus mit Folie entschieden haben, brauchen Sie selbstverständlich kein Fundament legen.

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    Fundament bauen

    Fundamente können aus unterschiedlichen Materialien gemacht werden, passend zu Ihrem Gewächshaus. Holzfundamente sind schnell gelegt, aber leider nicht sehr lange haltbar. Stahlfundamente eignen sich bestens für ein kleines Gewächshaus. Das Stahlfundament kann zudem schnell aufgebaut werden und ist sehr stabil, kostengünstig und lange haltbar. 

    ‌Das Betonfundament ist Ihre beste Wahl, wenn Sie ein stabiles Fundament bauen lassen wollen. Das Betonfundament kann ein schweres Gewächshaus tragen und wird von Maurer:innen gegossen. Sie sind arbeitsaufwendiger und zeitintensiver als andere Fundamente, dafür aber sehr beständig. Damit sind sie auch besonders gut für Gewächshäuser einsetzbar:
  • Punktfundamente eignen sich für kleinere Gewächshäuser aus PVC. Punktfundamente bestehen aus Bodenplatten, die in die vorher ausgehobene Erde gesetzt werden. Anschließend wird der Beton in die Schalungen gegossen und die Pfosten für das Gewächshaus werden in den Beton gesetzt. Nach dem Aushärten des Betons können Sie das Gewächshaus aufbauen lassen. 
  • Streifenfundamente sind ideal für größere Gewächshäuser, die tragende Wände haben. Das Streifenfundament liegt unter den tragenden Wänden und die restliche Fläche dazwischen wird in Beton gegossen. Dafür werden nach dem Aushub der Erde die Innenwände mit Schallbrettern fixiert und stabilisiert und dann bis auf Höhe des Bodens der Beton gegossen. Ist der Beton ausgehärtet, kann anschließend das Gewächshaus aufgebaut werden.  
  • Nach dem Legen des Fundaments sieht der Rasen durch den Erdaushub unter Umständen mitgenommen aus. Es zahlt es sich daher aus, den Rasen rund um das Gewächshaus neu zu säen. Im Leitartikel „Rasen säen oder Rollrasen verlegen“ finden Sie mehr Informationen zum Thema.

    Gewächshauskonstruktion

    Das Gewächshaus oder Treibhaus sollte im Idealfall höher als 2 m sein und ein spitz zulaufendes Dach haben. Die Höhe ist deshalb wichtig, damit die Pflanzen optimal wachsen können und die Wärme durch das Spitzdach gleichmäßig verteilt wird. Flachdächer wärmen sich zu schnell auf und speichern die Wärme nicht gut. Für den Bau eines einfachen Gewächshauses eignet sich eine Grundfläche von 3 mal 1,5 m. Der Rahmen kann aus Holz oder aus Aluminium zusammengesetzt sein. Die Tür, das Dach sowie die Wände sind aus einfachen Plexiglas-Doppelstegplatten oder aus Hohlkammerplatten. Für die Größe 3 mal 1,5 m eignet sich ein Streifenfundament aus Rasenkantensteinen. Die Steine werden dort, wo das Gewächshaus später stehen soll, in die Erde gesetzt. Wenn Sie ein Gewächshaus bauen lassen, wird zuallererst immer die Grundfläche ausmessen und mit Einschlagbodenhülsen die vier Ecken des Gewächshauses markiert.
  • Foliengewächshaus: Kleine Gewächshäuser sind bereits als Fertigbauset im Fachhandel zu erwerben. Diese müssen nur noch mithilfe der Bauanleitung zusammengesetzt werden. Gewächshäuser aus Plastikfolie sind rasch selbst gebaut. Für die Montage wird neben einer UV-stabilen Gewächshausfolie zwei Holzpflöcke, eine Schnur und ein paar Federstahlstäbe benötigt. Nach dem Abstecken der Grundfläche werden die Federstahlstäbe in den Boden gesteckt und zu einem Rundbogen gebogen. Das andere Ende des Stabes wird auf der gegenüberliegenden Seite in den Boden gebohrt. Sobald die Rundbögen stehen, wird jeweils am Anfang sowie am Ende des Tunnels ein Holzpflock in den Boden geschlagen. Jetzt kann die UV-Plastikfolie über die Bögen gespannt werden. Die überstehende Folie wird anschließend um die zwei Holzpflöcke gebunden. 
  • Aluminiumgewächshaus: Durch das Aluminiumgerüst wirkt dieses Gewächshaus im Garten besonders leicht und zierlich. Der Vorteil von Aluminium ist außerdem, dass dieses Material wetterfest ist und sowohl großer Hitze als auch klirrender Kälte standhalten kann. Die Montage des Aluminiumgewächshauses ist leicht, da die Aluminiumstreben einfach mithilfe der Eckverbindungen zusammengesetzt werden. Die Eckprofile lassen sich anschließend in den Bodenrahmen einsetzen. Im Rahmen wird eine Regenrinne installiert. Nach dem Einsetzen der Stegplatten wird die Dachstütze montiert und mit den Querstreben verschraubt. Zuletzt verbindet der Fachmann die Giebeleckprofile mit der Regenrinne und dem Firstprofil. Die Fenster werden eingesetzt und die Dichtungstreifen an den Stegplatten angebracht. Damit das Gewächshaus am Boden hält, wird es am Fundament festgeschraubt. 
  • Plexiglasgewächshaus: Plexiglas zeichnet sich durch seine Widerstandsfähigkeit und die Materialhärte aus. Das Plexiglas vergilbt mit der Zeit und lässt so weniger Sonnenlicht ins Gewächshaus. Das kann durchaus positiv sein, wenn Sie Ihre Pflanzen vor zu viel Sonnenlicht schützen möchten. Das Plexiglasgewächshaus wird aus Hohlkammerplatten, auch Polycarbonatplatten genannt, zusammengehalten, die den Rahmen bilden. Da sich Plexiglas und Acryl je nach Temperatur ausdehnen und zusammenziehen können, ist es ratsam, die Plexiglasplatten nicht anzubohren, sondern nur auf Führungsschienen aufzusetzen. 
  • Wellplattengewächshaus: Wellplatten sind besonders leicht zu montieren und außerdem günstig in der Anschaffung. Das Gewächshaus aus Wellplatten ist sehr lichtdurchlässig und die Wellplatten sind zudem UV-beständig. Ein optimales Material für die Zucht Ihrer Pflanzen. Wellplatten sind sehr stabil und robust gegen Hagel und starke Unwetter. Für die Montage wird zuerst eine Unterkonstruktion gebaut, auf die anschließend die Wellplatten angebracht und verschraubt werden. Am Ende des Daches wird darauf geachtet, dass die Wellplatten bündig abschließen. 
  • Hinweis:
    Besonders dann, wenn Sie ein größeres Gewächshaus aus Glasscheiben planen, überlassen Sie die Planung und den Bau besser den Fachexperten. Stabile Gewächshäuser erfordern ein solides Fundament. Maurer:innen sind bei der Verlegung des Fundaments und dem Bau Ihres Gewächshauses Ihre richtigen Ansprechpartner.

    Kosten für den Bau eines Gewächshauses

    Planen Sie den Kauf Ihres Gewächshauses gut und überlegen Sie vorab, welche Materialien für den Bau Ihres Gewächshauses verwendet werden sollen. Auch die Fläche soll wohlüberlegt gewählt werden. Sparen Sie nicht bei der Arbeitsfläche ein und wählen Sie lieber eine größere Fläche, die Ihren Pflanzen genug Platz zum Wachsen und Gedeihen bietet. Ein zu enger Raum lässt den Pflanzen keine Luft, um sich zu entwickeln, und führt im schlimmsten Fall dazu, dass Ihre Pflanzen absterben. Wer gerne das ganze Jahr hindurch Kräuter anbaut und Gemüse ernten will, für den zahlen sich die Kosten für das Gewächshaus allemal aus. 

    ‌Für kleine Gewächshäuser aus PVC oder Wellplatten zahlen Sie je nach Ausführung ungefähr 200 Euro aufwärts. Ein kleines bis mittelgroßes Gewächshaus aus Holz beträgt ungefähr 200 Euro für die Holzkonstruktion. Plexiglasscheiben kosten in etwa 150 Euro pro Stück. Ein Gewächshaus aus Glas mit stabilem Fundament kann auch um die 10.000 Euro oder mehr kosten. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten und einen Kostenvoranschlag für die Lieferung und die Montage Ihres Gewächshauses machen.

    Gewächshaus bauen – Bauen & Wohnen

    Wie kann man ein Gewächshaus selbst bauen?

    Bevor Sie sich für ein Gewächshaus entscheiden, sollten Sie sich überlegen, wie groß Ihr Gewächshaus sein soll und welche Pflanzen Sie setzen möchten. Kleine Gewächshäuser aus Plastikfolie können auch selbst gebaut werden. Größere Gewächshäuser mit Hohlkammerplatten oder Glasscheiben brauchen ein stabiles Fundament. Lassen Sie größere Gewächshäuser daher von Fachexperten bauen. 

    ‌Weiterlesen: Gewächshausmodelle

    Kann man ein Gewächshaus ohne Fundament bauen?

    Ob ein Fundament notwendig ist, kommt auf die Größe des Gewächshauses an. Hochbeete oder Gewächshäuser mit einer UV-Folie brauchen kein Fundament. Ein gerader und ebener Untergrund reicht aus. Gewächshäuser aus Holz- oder Metallkonstruktionen mit Glasscheiben oder PVC-Platten stehen stabiler auf einem Fundament. 

    ‌Weiterlesen: Gewächshaus bauen lassen

    Wie groß darf ein Gewächshaus ohne Baugenehmigung sein?

    Die Regelungen und Vorschriften zum Bau eines Gewächshauses im eigenen Garten sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer lokalen Baubehörde, ab welcher Größe Sie eine Baugenehmigung brauchen. Beachten Sie, dass bei Wohneigentum und baulicher Veränderung gesonderte Vorgaben zu befolgen sind. 

    ‌Weiterlesen: Baugenehmigung für Gewächshäuser

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