Flexible Wasseruhr misst Wasserverbrauch. ©

Gartenwasserzähler installieren und Wasserverbrauch messen

Mit einem Gartenwasserzähler haben Sie Ihren Verbrauch im Überblick. Bei den steigenden Wasserpreisen sparen Sie so nicht nur Abwasserkosten, sondern besprengen auch ab sofort gezielt Ihren Garten.

Vorteile eines Gartenwasserzählers

Haben Sie gewusst, dass Ihr Gießwasser ebenfalls in die Abwasserrechnung miteinkalkuliert wird? Das Wasser, welches Sie im Haus oder im Garten verwenden – sei es durch die Toilettenspülung oder zum Blumen gießen –, wird in die Abwasserabrechnung miteingerechnet, denn für die Kanalisation und die anschließende Reinigung des Wassers bezahlen Sie eine Abwassergebühr. Für Gießwasser müssten Sie aber keine Abwassergebühr zahlen, weil Gießwasser kein Schmutzwasser ist und nicht über die Abwasserkanalisation fließt. Ein Wasserzähler kann Ihnen dabei helfen, Ihren Wasserverbrauch im Garten zu messen und gleichzeitig Geld zu sparen. Dank des Gartenwasserzählers ersparen Sie sich die Abwassergebühr, die an die Gemeinde geht. Außerdem haben Sie mit der Wasseruhr Ihren Wasserverbrauch in Ihrem Garten im Überblick. Ob sich die Installation für einen Gartenwasserzähler auszahlt und welche Vorschriften bei der Montage einer Wasseruhr zu beachten sind, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Zusammensetzung der Wasserabrechnung

Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie Ihr lokaler Wasserversorgungsanbieter das Wasser abrechnet. Sobald Sie zu Hause den Wasserhahn aufdrehen oder die Toilettenspülung betätigen, zeichnet der Wasserzähler am Haupthahn die entnommene Menge Wasser auf. Abgerechnet wird von Ihrem lokalen Wasserversorger – sowohl das gezapfte Leitungswasser als auch die Abwassergebühr. Die genaue Abwassermenge kann von Ihrem lokalen Anbieter allerdings nicht erhoben werden und so zahlen Sie für die Menge Zapfwasser exakt dieselbe Menge an Abwasser. Wenn Sie Ihren Rasen also regelmäßig wässern und Ihre Blumen täglich gießen, fließt dieses Wasser nicht in die Kanalisation, sondern ist Sickerwasser. Bei einem großen Garten zahlen Sie für das verwendete Leitungswasser eine entsprechend hohe Gebühr, obwohl das Wasser nie in die Kanalisation fließt. Das heißt, Sie zahlen pro Kubikmeter Wasser im Schnitt 1 bis 2 Euro Abwassergebühr. Für einen mittelgroßen Garten brauchen Sie im Schnitt 60 bis 70 l Wasser pro Tag für die Bewässerung Ihrer Pflanzen und des Rasens. Wenn Sie eine Wasseruhr installieren, sparen Sie sich also genau die Summe, die normalerweise für die Abwassergebühr berechnet wird.

Wie funktioniert eine Gartenwasseruhr?

Der Wasserzähler hilft Ihnen nicht nur dabei, Ihren Wasserverbrauch zu kontrollieren, sondern auch gezielt Wasser zu sparen. Das Trinkwasser, welches Sie aus dem allgemeinen Leitungsnetz entnehmen, wird an der Entnahmestelle des Wasserzählers im eigenen Haus registriert. Der Zähler misst also bei jedem Mal, wenn Sie einen Wasserhahn aufdrehen oder die Toilettenspülung betätigen, die Menge an Wasser, die entnommen wird. Auch das Wasser, das im Garten verwendet wird, ist Trinkwasser, nur dass sie in den Boden versickert. Sie nutzen also beim Gießen Ihres Gartens nicht die allgemeine Kanalisation. Deshalb werden für die Wassernutzung im Garten keine Kanalisationsgebühren verrechnet. Allerdings nur dann, wenn Sie den Wasserverbrauch in Ihrem Garten mithilfe einer Wasseruhr aufzeichnen und so bestätigen können, dass dieses Wasser nicht in die Kanalisation fließt. Für das Aufzeichnen des Wasserbedarfs im Garten gibt es verschiedene Modelle.

Wasseruhr-Modelle

Die Wasseruhr muss geeicht sein, um für die Aufnahme Ihres Wasserverbrauchs im Garten zugelassen zu werden. Ihr lokaler Wasserversorgungsanbieter wird die Menge Wasser, die der Gartenwasserzähler misst, von Ihrer jährlichen Abwasserrechnung abziehen. So sparen Sie vor allem bei einer großen Menge Wasser im Garten Geld. Aber Achtung: Bevor Sie eine Wasseruhr installieren, informieren Sie sich vorab bei Ihrem lokalen Wasseranbieter über alle Regelungen und Vorschriften.
  • Geeichte Wasserzähler: Der Wasserzähler funktioniert ohne Strom oder Batterie und zeigt stattdessen analog den Wasserverbrauch an. Es gibt unterschiedlich robuste Modelle. Am besten sind die frostbeständigen Wasseruhren aus Metall. Diese müssen vor dem Einbruch des Winters entleert werden.  
  • Mobile Wasserzähler: Neben den robusten Modellen gibt es noch mobile Wasseruhren, die aus Kunststoff gefertigt sind. Da der Kunststoff nicht wetterfest ist, müssen digitale Geräte vor Kälte und Feuchtigkeit genauso wie vor zu viel UV-Einstrahlung geschützt werden. Dazu können eigens gemachte Abdeckhauben und Schutzhüllen im Fachhandel erworben werden. Mobile Wasseruhren haben ein digitales Display und werden meistens mit einer Batterie betrieben. Die digitalen Wasseruhren dürfen nicht für die Aufzeichnung des Wasserbedarfs verwendet werden, weil sie nicht geeicht sind. Mobile Geräte können direkt auf den Gartenwasserhahn aufgesetzt werden und eignen sich ideal, um den eigenen Wasserverbrauch zu ermitteln. Außerdem kann die digitale Wasseruhr dank einer Datenspeicherfunktion den Wasserverbrauch über einen bestimmten Zeitraum aufzeichnen. 
  • Methoden, um Wasser zu sparen

    Für jeden Liter Wasser, den Sie brauchen, im Haushalt für die Hygiene oder zum Kochen, aber auch im Garten für den Rasen oder die Blumen, zahlen Sie eine Abwassergebühr. Denn Wasser, das Sie aus der Leitung entnehmen, ist Trinkwasser, und dieses Wasser muss gefiltert und gereinigt werden. Allerdings macht es einen Unterschied, ob Sie das Wasser im Garten zum Gießen verwenden oder einen Toilettengang in das Kanalsystem spülen. Denn beim Gießen des Gartens verunreinigen Sie das Wasser nicht. Die Gebühr ist dennoch dieselbe. Wie kann man also verhindern, unnötig für Abwasser zu zahlen, das nicht verunreinigt wurde?
    Hinweis:
    Wenn Sie in einer sehr trockenen Region wohnen, haben Sie es vielleicht schon erlebt, dass die lokalen Wasserspeicher in heißen Sommern nahezu leer sind. Dann darf Trinkwasser nicht mehr für die Bewässerung des Gartens verwendet werden. Wenn weder Trink- noch Regenwasser zur Verfügung steht, ist es umso wichtiger, die Feuchtigkeit möglichst lange im Erdreich zu halten. Dafür eignen sich einerseits Mulch und andererseits Tropf- und Perlschläuche, die sehr geringe Wassermengen direkt an Pflanzen abgeben, die am meisten Feuchtigkeit brauchen.
    Tropf- und Perlschläuche helfen in trockenen Sommern beim Wassersparen. Denn im Gegensatz zum Gartenschlauch, der große Mengen an Wasser verbraucht, geben die Tropf- und Perlschläuche nur wenig und dafür gezielt dort Wasser ab wo, es am meisten gebraucht wird. So lassen sich bis zu 70 % der Wasserkosten einsparen und das Erdreich wird konstant feucht gehalten. Diese Bewässerungsvariante eignet sich ideal für ein Gewächshaus. Gerade beim Anbau von Kräutern, Gemüse und Obst muss regelmäßig bewässert werden. Im Leitartikel „Gewächshaus bauen“ finden Sie übrigens mehr Informationen zum Thema. 

    ‌Wenn Sie die Möglichkeit haben, Regenwasser zu sammeln, ist dies ideal, um Ihre Pflanzen zu gießen. Das Regenwasser ist besonders weich und daher gut für Ihre Pflanzen sowie den Rasen geeignet. Doch nicht jeder kann Regenwasser sammeln, denn in manchen Regionen regnet es in heißen Sommern schlicht zu wenig. Dann muss auf das teure Leitungswasser zurückgegriffen werden, um den Rasen auch bei großer Hitze grün zu halten. Wenn Sie Regenwasser nicht sammeln können und keine eigene Zisterne im Garten haben, dann ist der Gartenwasserzähler eine mögliche Alternative. Der Gartenwasserzähler wird am Hauptwasserzähler angebracht. Die Wasseruhr ist zudem perfekt dazu geeignet, den Wasserverbrauch zu kontrollieren. Die Menge Wasser, die Sie für den Garten brauchen, wird so berechnet und am Ende von der Jahresabrechnung subtrahiert. Die Zahl wird an die Wasserversorgung der Gemeinde oder der Stadt weitergegeben und die Rechnung dementsprechend niedriger ausfallen. So zahlen Sie nur die Menge an Trinkwasser, die Sie als Schmutzwasser in die Kanalisation fließen haben lassen. 

    ‌Bevor Sie sich für die Installation eines solchen Gartenwasserzähler entscheiden, gibt es jedoch einige Vorschriften zu beachten.

    Wann lohnt sich die Anschaffung eines Wasserzählers?

    Mit der Wasseruhr behält man die verbrauchte Menge an Leitungswasser im Garten im Auge. Zusätzlich können Sie mit der Gartenwasseruhr die verwendete Wassermenge kontrollieren und die Bewässerung so präzise abstimmen. Nicht jede Pflanze braucht dieselbe Menge an Wasser. Daher eignen sich Wasseruhren besonders gut, wenn Sie auf den individuellen Wasserbedarf jeder Pflanze achten wollen. 

    ‌Wenn Sie einen großen Garten haben, brauchen Sie jeden Tag im Schnitt 100 l Wasser. Das sind rund 10 volle Gießkannen, um Blumen zu gießen. Wird der Rasen ebenfalls gegossen, erhöht sich die verbrauchte Wassermenge um ein Vielfaches. Die Installation eines Wasserzählers lohnt sich vor allem dann, wenn Sie einen großen Garten haben und regelmäßig den Rasen bewässern, oder viele Blumen gießen. Gerade in Regionen, in denen es im Sommer sehr trocken ist, muss der Rasen regelmäßig gegossen werden, damit er schön grün bleibt. Die Anschaffungskosten für einen Wasserzähler machen sich hier schnell bezahlt. Auch ein sandiger Boden braucht mehr Wasser als ein Lehmboden. Den eigenen Wasserverbrauch einschätzen zu können, ist gar nicht so leicht. Der Wasserverbrauch hängt nicht nur von der Größe des Gartens, sondern auch von den Pflanzenarten ab. So lässt sich per se kein durchschnittlicher Wasserverbrauch angeben.

    Digitaler Wasserzähler

    Eine Möglichkeit, den eigenen Wasserverbrauch festzustellen, ist mit einem mobilen, digitalen Wassermengenzähler. Dieser kann einfach auf den Gartenschlauch aufgesteckt werden und misst so Ihren Wasserverbrauch. Sie wissen in kürzester Zeit, wie hoch Ihr Wasserverbrauch im Durchschnitt ist. Ein weiterer Vorteil des digitalen Wasserzählers ist, dass Sie auch die Wassermenge in einem bestimmten Zeitraum messen können. Das hilft nicht zuletzt dabei, Kosten zu sparen, wenn Sie wissen, wie viel Wasser eine bestimmte Pflanze oder der Rasen in Ihrem Garten braucht. So werden Ihre Pflanzen zudem nicht überwässert. Kalkulieren Sie vor der Anschaffung eines Gartenwasserzählers Ihren Verbrauch durch, denn manchmal sind die Abwasserkosten im Garten geringer als die Anschaffung eines geeichten Gartenwasserzählers, den Sie alle 6 Jahre erneuern müssen. Die digitale Wasseruhr kann auch an Pumpen und Brausen angeschlossen werden. So lässt sich zum Beispiel die verwendete Menge Duschwasser oder der Wasserverbrauch der Waschmaschine ermitteln. 

    ‌Die Anschaffung eines digitalen Wasserzählers empfiehlt sich auch dann, wenn Sie einen neuen Rasen gesät oder verlegt haben. Gerade bei einem neuen Rasen ist das regelmäßige Bewässern wichtig, damit er gleichmäßig anwächst. Mit einer digitalen Wasseruhr haben Sie die genaue Wassermenge für Ihren Rasen im Überblick. Im Leitartikel „Rasen säen oder Rollrasen verlegen“ finden Sie mehr Informationen zum Thema.
    Hinweis:
    Mobile Wasserzähler können zum Beispiel an Geräten wie dem Rasensprenger angebracht werden. So haben Sie einen noch genaueren Überblick über Ihren Wasserverbrauch. Beachten Sie, dass mobile Wasserzähler nicht geeicht werden können und deshalb auch nicht zugelassen sind, um Kosten bei der Abwassergebühr einsparen.

    Regelungen und Vorschriften

    Bevor Sie sich für die Installation einer Wasseruhr entscheiden, ist der erste Schritt, Kontakt mit dem örtlichen Wasserversorger aufzunehmen. Je nach Region gibt es verschiedene Abwasserzweckverbände, die unterschiedliche Tarife und Satzungen haben. Die Vorschriften schreiben unter anderem vor, wo und welcher Wasserzähler verwendet werden darf, ob ein Fachmann den Wasserzähler anbringen muss und ob ein Wasserzähler gemietet werden kann oder eine eigene Anschaffung vorgesehen ist. Auch die Installation und die regelmäßige Wartung muss in den meisten Fällen von einem Installationsbetrieb fachgemäß gemacht werden. In manchen Regionen ist ein bestimmtes Wasseruhr-Modell vorgegeben. In anderen Regionen kann das Modell selbst ausgesucht werden. Ob und in welcher Form die Installation eines Gartenwasserzählers erlaubt ist, erfahren Sie bei Ihrem regionalen Anbieter. 

    ‌Gartenwasseruhren werden nur dann akzeptiert, wenn sie geeicht und CE-zertifiziert sind. Je nach Modell können Eichungen über Jahre gültig sein. Die Wartung wird normalerweise vom zuständigen Wasserversorger der Stadt oder Gemeinde gemacht. Die Kosten dafür müssen Sie selbst übernehmen. Lassen Sie sich vom Profiinstallateur beraten. Je nach Region wird der Wasserzähler entweder von Ihnen selbst abgelesen oder die Ablesung durch den Wasserversorger gemacht. Sind Sie Mieter:in? Dann muss vor der Installation einer Wasseruhr der/die Mieter:in informiert werden und dessen Zustimmung erfolgen.

    Das Eichgesetz

    Je nach Region beträgt das Eichgesetz für Kaltwasserzähler meistens 6 Jahre. Das heißt, nach spätestens 6 Jahren muss Ihre Wasseruhr ausgetauscht werden oder Sie lassen sie vom Eichamt neu eichen. Das Einhalten der Eichpflicht liegt als Eigentümer:in in Ihrer Verantwortung. Aus welchem Jahr Ihre Wasseruhr stammt, können Sie dem Etikett auf dem Messgerät entnehmen. Dort finden Sie nicht nur das Jahr, in dem der Wasserzähler zugelassen wurde, sondern auch den Buchstaben „M“ für Metrologie. Das Anbringen einer Wasseruhr sowie ein neu geeichter Wasserzähler muss beim zuständigen Abwasseranbieter gemeldet werden. Erst mit der Neuanmeldung wird die Wassermenge, die nicht in den Kanal geleitet wurde, in der Wasserabrechnung berücksichtigt.
    Hinweis:
    Beachten Sie, dass Sie Ihren Pool nicht über den Gartenwasserzähler befüllen dürfen. Das verstößt gegen das Gesetz und wird mit Bußgeld geahndet. Poolwasser ist aufgrund der zugesetzten Chemikalien Schmutzwasser, das über den Abwasserkanal entsorgt wird. Poolwasser enthält zudem Rückstände von Sonnencreme, Haaren und Körperflüssigkeiten.

    Kauf einer Gartenwasseruhr

    Je nach Vorschrift und Satzung Ihres lokalen Wasseranbieters schreibt dieser das Modell der Wasseruhr vor oder Sie können direkt beim Abwasseranbieter ein geeichtes Modell mieten. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie einen Wasserzähler für Kaltwasser erwerben. Ein Warmwasserzähler darf nicht verwendet werden, weil dieser ein anderes Temperaturspektrum misst. Der Kaltwasserzähler misst Temperaturen bis zu 40 °C.

    Wasseruhr-Modelle

  • Drehscheibenzähler: Der Drehscheibenzähler wird an der Hausaußenwand angebracht. Im Inneren drehen sich zwei Scheiben, sobald das Wasser durch den Zähler fließt. 
  • analoger Zähler: Der analoge Zähler ist ein mit Quecksilber gefülltes Rohr mit einem Metallschwimmer. Sobald der Metallschwimmer über ein bestimmtes Niveau im Rohr steigt, misst der Zähler die Höhe. Die Veränderung der Höhe wird vom sogenannten „Gleichrichter“ gemessen und in ein elektrisches Signal umgewandelt.  
  • Wasserzähler mit Funkübertragungsprotokoll: Dieses Model ist sehr robust und wenig wartungsintensiv.  
  • Wasserzähler mit Impulsausgang 
  • Der Gartenwasserzähler sollte in jedem Fall frostfest sein, damit der Zähler im Winter nicht abmontiert werden muss. Der Zähler muss nur vor dem Einbruch der Winterkälte komplett entleert werden. 

    ‌Wenn Sie den Wasserzähler selbst kaufen sollen, dann ist es gut zu wissen, worauf beim Einkauf geachtet werden muss. Auf alle Fälle muss der gekaufte Wasserzähler geeicht sein, sonst ist er für die Erfassung des Gartenwassers nicht gültig. Der Wasserzähler soll ein Gewinde mit einem halben oder dreiviertel Zoll inklusive Gummidichtung und Anschlussverschraubungen passend zu Ihrer Wasserleitung haben. Beauftragen Sie für das Anbringen der Wasseruhr eine:n Installateur:in, um die Arbeit fachgerecht durchführen zu lassen. Wenn Sie einen Fachbetrieb beauftragen, übernimmt dieser meistens auch die Anmeldung bei Ihrem lokalen Wasserversorger.

    Richtlinien zur Wasseruhr

    Seit 2006 gibt es neue EU-Richtlinien für Messgeräte und die Bezeichnung auf den Messgeräten hat sich verändert. Die Richtlinien sind in der MID, der europäischen „Measurement Instrument Direktive“ zusammengefasst. Anstatt der üblichen Bezeichnung der Durchflussmenge mit dem Buchstaben „Qmin“ für den Minimaldurchlauf wird heute die Mindestdurchflussmenge mit „Q1“ und die maximale Durchflussmenge mit „Q4“ für den Überlastdurchfluss angegeben. Der Nenndurchfluss wird mit „Q3“ angegeben. Die heute üblichen Wasserzähler sind durch „Q3=4“ zu erkennen.

    Installation des Gartenwasserzählers

    In der Satzung und den Vorschriften zur Wasseruhr steht unter anderem auch, wo der Wasserzähler angebracht werden muss. In den meisten Fällen ist vorgeschrieben, dass der Wasserzähler im Inneren des Hauses an der Außenwasserleitung installiert werden muss. Für den fachgerechten Einbau durch den/die Installateur:in und die vorgeschriebene Wartung durch Ihren regionalen Wasserversorger sind Sie als Hausbesitzer:in verantwortlich. Je nach Region ist vorgeschrieben, ob Sie den Einbau selbst oder durch einen Fachbetrieb vornehmen lassen müssen.

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    Installation

    Der Wasserzähler wird hinter den Hauptwasserzähler installiert. Es ist wichtig, dass der Wasserzähler frostsicher installiert wird. Das erleichtert die Wartung des Wasserzählers.
  • Aufputz-Wasserzähler werden dann installiert, wenn die Wand für den Einbau der Wasseruhr nicht aufgebrochen werden kann. So sitzt der Wasserzähler sichtbar in der Wand.  
  • Unterputz-Wasserzähler werden in die Wand eingebaut. Bei einem Unterputz-Wasserzähler ist nur der Zähler selbst sichtbar oder er verschwindet sogar unter einer herausnehmbaren Fliese. 
  • Wasserzählerschacht: Wird der Wasserzähler direkt im Garten angebracht, dann installiert man den Wasserzähler in einem geschützten Wasserzählerschacht. 
  • Die Behörden schreiben auch vor, wo der Wasserzähler installiert werden muss. Das kann entweder im Inneren oder im Äußeren des Hauses sein, je nachdem, ob es sich um einen Neubau oder einen Altbau handelt:
  • Altbau: Wenn der Wasserzähler innen installiert werden muss, dann am besten im Keller. Bei Altbauhäusern gibt es normalerweise sogenannte Wasseranschlussgruben. Dort kann der Wasserzähler ebenfalls montiert werden. Wenn es einen Keller gibt, wählt man für die Installation am besten eine Stelle, an der die Rohre leicht ins Freie laufen können. Die Rohre werden durch die Kellermauer nach außen verlegt und im Inneren des Kellers eine Entleerungshahn montiert.  
  • Neubau: Besonders einfach ist die Installation bei einem Neubau, wenn Sie den Gartenwasserzähler gleich mit in Planung nehmen. In einem Neubau wird der Wasserzähler unter dem Putz installiert. 
  • Der Profiinstallateur setzt den Wasserzähler in die Wasserleitung ein. Für den Einbau des Wasserzählers muss ein Teil der Außenwasserleitung ausgesägt werden, damit der Wasserzähler samt Ventil und Dichtung eingesetzt werden kann. Zum Schluss plombiert der/die Installateur:in den Wasserzähler. Das Plombieren dient dazu, dass es nicht zu einem Missbrauch des Wasserzählers kommt. Die Installation der Wasseruhr erfordert Fachwissen. Eine falsche Montage kann im schlimmsten Fall einen Wasserschaden zur Folge haben. Nach der Montage muss Ihr örtlicher Wasserversorger informiert werden. Geben Sie bei der Anmeldung die Zählernummer, das Datum des Einbaus und das Datum der Eichung an.
    Achtung:
    Wenn Sie Ihrem Gartenschlauch Trinkwasser oder Wasser zum Duschen entnehmen möchten, müssen Sie besonders auf die Hygiene achtgeben. In Gartenschläuchen, in denen das Wasser lange steht, können sich bei warmen Temperaturen nämlich Legionellen bilden.

    Kosten für einen Gartenwasserzähler

    Die Preise für den Gartenwasserzähler variieren je nach Modell. Für einen geeichten Wasserzähler zahlen Sie im Schnitt zwischen 25 bis 50 Euro. Darin sind nicht die Kosten für die Installation enthalten. Die Montage eines Wasserzählers vom Profiinstallateur kostet zwischen 100 bis 200 Euro – je nachdem, wie leicht oder schwierig der Einbau ist. Im Schnitt muss der Gartenwasserzähler alle 6 bis 7 Jahre geeicht oder ersetzt werden. Für den neuen Zähler inklusive der Eichung bezahlen Sie ungefähr 70 Euro. Aus diesem Grund ist die Neuanschaffung eines Zählers kostengünstiger, als den bestehenden Zähler eichen zu lassen. Der neue Zählerstand muss umgehend an die zuständige Behörde weitergegeben werden. Die Installation umfasst das Aufsägen des Außenrohres und das Einsetzen des Wasserzählers inklusive Ventil und Dichtung. Dafür bezahlen Sie im Schnitt 100 bis 150 Euro beim Fachbetrieb. Manche Versorger bieten die Wasserzähler zur Miete an. Dabei werden jährliche Gebühren eingehoben. Die Kosten betragen im Schnitt um die 100 Euro für die Miete eines Geräts.

    Gartenwasserzähler installieren – Bauen & Wohnen

    Wie baut man einen Wasserzähler ein?

    Der Wasserzähler sollte immer von Installateur:innen montiert werden. Der Fachprofi schneidet das Außenwasserrohr an, um den Wasserzähler einzusetzen. Dabei ist auf die Dichtung zu achten. Eine fehlerhafte Montage kann einen größeren Wasserschaden zur Ursache haben. 

    ‌Weiterlesen: Installation des Gartenwasserzählers

    Wie funktioniert der Gartenwasserzähler?

    Der Gartenwasserzähler misst die Menge an Wasser, die Sie durch die Außenwasserleitung im Garten abzapfen. Das geeichte Zählergerät zeichnet so Ihren jährlichen Bedarf an Gieß- und Rasenwasser auf. Die Wasser wird von Ihrem lokalen Wasserversorger aufgenommen und von Ihrer Abwasserrechnung abgezogen. 

    ‌Weiterlesen: Wie funktioniert eine Gartenwasseruhr?

    Wann lohnt sich ein Gartenwasserzähler

    Der Gartenwasserzähler lohnt sich vor allem dann, wenn Sie einen großen Garten haben. Heiße Sommer und ein sandiger Erdboden erhöhen den Wasserverbrauch zudem. Mithilfe einer digitalen Wasseruhr können Sie Ihren Verbrauch messen und durchkalkulieren, ob sich ein geeichter Gartenwasserzähler in Ihrem Garten bezahlt macht. 

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