Eine Volllackierung am Auto oder einzelnen Teilen sollte immer vom professionellen Kfz-Lackierer durchgeführt werden. ©

Auto lackieren: Möglichkeiten und Kosten für Teil- und Volllackierung

Kfz-Lackierung im Überblick: Welche Fahrzeugteile kommen fürs Lackieren infrage? Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Mit der richtigen Methode lassen sich sogar Bremssattel lackieren.

Auto lackieren: Wann ist es sinnvoll?

Bei Autolack geht es nicht nur um die Farbe und Optik – tatsächlich sind seine funktionalen Aufgaben noch wichtiger. Der Lack dient als Schutzschicht für die metallene Karosserie. Korrosionsschäden werden durch die Lackschicht länger vermieden und das Material ist zudem vor mechanischer Einwirkung und UV-Strahlung geschützt. 

‌Dass mit der Zeit Kratzer oder andere Schäden in der Lackschicht entstehen, lässt sich kaum vermeiden. Dennoch sollte ein Autolack in der Theorie so langlebig wie das Fahrzeug selbst sein – zumindest in seiner Gesamtheit. 

‌Damit der Lack und die Karosserie möglichst lange halten, sollten kleinere Lackschäden stetig ausgebessert und die Lackschicht gepflegt werden. Kleine Ungereimtheiten im Lack sollten nicht unbeachtet bleiben. Ansonsten können sich diese schnell zu großflächigen Schäden entwickeln. 

‌Bei kleineren Lackschäden reicht meist eine Teil- bzw. Stellenlackierung (Smart Repair). Eine Volllackierung ist meist mit sehr hohen Kosten verbunden und in solchen Fällen nicht notwendig. Wünschen Sie eine Lackierung aus rein optischen Gründen (z.B. neue Farbe, Matt-Effekt etc.), könnten Sie alternativ eine Auto-Folierung in Betracht ziehen. Diese ist zwar keine permanente Lösung, ist meist aber um einiges günstiger. Folien ermöglichen designtechnisch so einiges, sind einfach zu handhaben und leicht rückgängig zu machen oder zu ändern. Zudem schützen sie den Originallack und tragen zum Werterhalt bei. 

‌Suchen Sie allerdings nach etwas Permanentem, das zudem den Wert des Fahrzeugs steigert, ist eine Lackierung definitiv die bessere Wahl. Neben den üblichen Karosserieteilen können zudem auch Teile wie Felgen oder Bremssattel bunt lackiert werden. Im Folgenden geht es um die verschiedenen Möglichkeiten, die Sie bei der Kfz-Lackierung haben.

Kleine Lackschäden ausbessern

Steinschläge oder kleine Kratzer können in vielen Fällen stellenweise ausgebessert werden. Besser gesagt, sollten sie das auch. Auch kleine Mängel bieten der Korrosion Angriffsfläche. Mit der Zeit wird sich der Schaden ausbreiten und verschlimmern. Halten Sie die Lackbeschichtung Ihres Autos also im Auge, denn Kratzer sind nicht nur ein optischer Makel. 

‌Um kleine Lackschäden auszubessern, können verschiedene Methoden angewandt werden. Nicht immer ist dabei der Gang zum professionellen Lackierbetrieb notwendig. Das gilt aber nur für Menschen, die es sich zutrauen, kleine Lackschäden sachgemäß auszubessern.
Achtung:
Die adäquate Ausführung der Lackierung bzw. Lackschichtwartung ist nicht zuletzt auch für Ihren Versicherungsschutz relevant. Kfz-Versicherungen weigern sich in zwei Fällen, Zahlungen zu übernehmen:
  • Wenn Sie selbst einen Lackschaden durch falsche Lackierung verursacht haben. 
  • Wenn Schäden durch die Vernachlässigung der Autopflege entstanden sind.
  • Grundsätzlich sollte man zum Beispiel Vogelkot oder Baumharz rechtzeitig entfernen, bevor der Lack einen Schaden nimmt. Ansonsten riskiert man, dass die Versicherung Reparaturkosten nicht übernimmt.
    Bei großflächigen Schäden, Neuwägen oder Speziallackierungen sollten Sie die Arbeiten in jedem Fall dem professionellen Kfz-Lackierer überlassen. Auch für Unerfahrene oder für Menschen, die sich einfach nur beraten lassen wollen, lohnt es sich, einen entsprechenden Betrieb zu konsultieren. Bei seriösen Anbietern erhält man in der Regel eine kostenlose Beratung. Auch, wenn Sie vorhaben, den Lackschaden selbst auszubessern, kann ein vorbereitendes Gespräch mit einem Profi sehr vorteilhaft sein. Jemand Fachkundiges wird Ihnen die passende Methode und entsprechende Produkte empfehlen und Ihnen Tipps geben können.

    Lackschäden mit Politur ausbessern

    Autolack besteht aus mehreren Schichten. Ist nur die oberste Schicht, der Klarlack betroffen, können die Kratzer einfach wegpoliert werden. 

    ‌Wer feststellen will, ob man selbst Hand anlegen kann, sollte den Schlitz in der Schutzschicht genauer inspizieren. Hebt sich im Kratzer ein anderer Farbton ab, der von einer der unteren Schichten stammt, ist der Profi gefragt. Gleiches gilt, wenn beim Darüberstreichen der Fingernagel in der Rille hängen bleibt. 

    ‌Bei der oberflächlichen Politur der Klarlack-Schicht geht man in folgenden Schritten vor:
  • Reinigung: Die zu polierende Stelle muss gründlich gereinigt und entfettet werden. Um die Verschmutzungen zu entfernen, kann man unter anderem spezielle Lackknete verwenden. Lassen Sie sich gegebenenfalls vom Fachbetrieb beraten. 
  • Oberfläche trocknen: Nach dem Säubern muss die Stelle sorgfältig trocknen. Am besten eine halbe Stunde an einem warmen, schattigen Ort ruhen lassen. 
  • Politur auftragen: Die Politur wird gleichmäßig auf die entsprechende Stelle aufgetragen. Mit einem weichen Poliertuch und kreisenden Bewegungen wird das Poliermittel eingearbeitet. 
  • Reste entfernen: Reste der Politur können mit einem feuchten Tuch vorsichtig weggewischt werden. 
  • Lackschäden mit Lackstift ausbessern

    Zur Behebung tiefergreifender Lackschäden gibt es spezielle Sets mit Lackstiften zu erwerben. Dabei ist es jedoch besonders wichtig, die passende Marke und Farbe zu wählen. Ansonsten kann das Ergebnis schnell billig aussehen. 

    ‌Lackstifte werden verwendet, wenn das Metall teilweise schon zum Vorschein kommt. Die betroffene Stelle muss gründlich gereinigt und von Rost befreit werden. Ist die Stelle sauber und trocken, wird sie mit Schleifpapier abgeschliffen. Der Lack wird dann mit dem Lackstift (meist in Form eines kleinen Pinsels) aufgetragen und sollte anschließend einige Stunden im Freien trocken.

    Komplettlackierung am Auto

    Bei einer Komplettlackierung eines Autos unterscheidet man zwischen der Zeitwertlackierung und der Neulackierung.
  • Wie der Name schon ausdrückt, soll die Zeitwertlackierung dem Zeitwert des Fahrzeuges entsprechen. Es wird davon ausgegangen, dass die alte Lackierung insgesamt schon mit Kratzern und Beulen versehen ist. Deshalb sind für die Zeitwertlackierung weniger Spachtel- und Schleifarbeiten im Vergleich zur Neulackierung erforderlich. 
  • Im Gegensatz zur Zeitwertlackierung erfordert die Neulackierung erheblich mehr Aufwand für zeitintensive Spachtel- bzw. Schleifarbeiten sowie für das Demontieren und Montieren von Anbauteilen um Einstiege, Schweller, Motorraum usw. mitzulackieren. Dafür erhält man bei einer kompletten Neulackierung später nicht nur eine technisch, sondern auch optisch einwandfreie Oberfläche. 
  • Dass ein Auto komplett neu lackiert wird, passiert heute weitaus öfter als angenommen. Zwar ist das Umlackieren der Karosserie eine aufwendige und auch kostspielige Prozedur, aber andererseits bietet eine frische Lackierung auch neue Möglichkeiten für den Schutz, Wert und das Aussehen des Fahrzeuges. Deswegen werden Autos heute nicht mehr nur nach einem Unfall oder im Rahmen einer Restauration komplett neu lackiert. 

    ‌Besonders bei Oldtimern besteht häufig der Wunsch nach einem Umlackieren oder auch einfach nach einer strahlenden und farbintensiven Lackierung. Schließlich bleicht Autolack mit der Zeit auch deutlich aus und die Farben verlieren ihren Glanz.

    Lackierung verschiedener Kfz-Teile

    Es lassen sich zudem einzelne Teile aus optischen oder praktischen Gründen lackieren. Man kann nicht nur Autotüren, sondern mit speziellen Methoden sogar Felgen und Bremssättel lackieren.

    Autotür lackieren

    Neben den Stoßfängern eines Autos ist es oft auch eine Autotür, die eine neue Lackierung benötigt. Häufigste Gründe für das Lackieren der Autotür sind vor allem kleine und große Kratzer. Diese entstehen durch kleinere Zusammenstöße (Einkaufswägen, Parknachbarn, …) oder etwa durch abgerutschte Schlüssel. Aber auch aufgeplatzter oder stark ausgeblichener Lack kann zum Lackieren der Autotür führen. 

    ‌Zu den Materialkosten zählen zunächst die Ausgaben für den neuen Lack, die je nach Art stark variieren können. Speziell bei Sonderlacken wie Mattlack oder Interferenzlack sind die Preise pro Liter teuer. 

    ‌Neben der Art des Lacks ist gerade bei der Lackierung von Einzelteilen wie der Tür auch der exakte Farbton entscheidend. Um eine spätere Farbabweichung und Unterschiede zwischen der Tür und dem Rest des Wagens zu vermeiden, wird der Lack in der Regel nach einem Farbcode des Herstellers präzise mit Computerhilfe angemischt.
    Hinweis:
    Als besonders schwierige Lackfarbe gilt Silber. Hier kann es sein, dass nicht nur die betroffene Stelle, sondern die ganze Autotür lackiert werden muss. Nur so lässt sich vermeiden, dass man die nachlackierte Stelle später erkennen kann.
    Außer Art und Farbe des Lacks entscheidet ferner auch die Zahl der benötigten Lackschichten, wie hoch die Kosten der neuen Lackierung werden. 

    ‌Darüber hinaus können weitere Schichten Farblack, zusätzlich zum Vorlack und/oder Klarlack, den Preis in die Höhe treiben. 

    ‌Hinzu kommt, dass eine Tür – gerade bei Kratzern oder Beulen – vor dem professionellen Lackieren noch mit Schleif- und Spachtelarbeiten behandelt werden muss. 

    ‌Daher wird eine kompetente und faire Lackiererei, wenn möglich, auch nur die jeweils betroffene Stelle anstatt der gesamten Tür lackieren. 

    ‌Bevor es mit dem Lackieren losgeht, muss die Autotür ausgebaut werden. Der zeitliche Aufwand fürs Spachteln, Mischen und Lackieren ist relativ gering. Bei den notwendigen Vor- und Nacharbeiten sieht das leider anders aus. Damit sich der feine Sprühnebel nicht an Gummidichtungen, Verkleidungen etc. „verirrt“, werden einzelne Teile der Karosserie generell separat lackiert. Die Tür muss also an den Scharnieren ausgebaut werden. Anschließend gilt es, alle Zusatzelemente (Griffe, Zierleisten, Dichtungen, Innenleben etc.) zu entfernen.

    Felge lackieren

    Das professionelle Lackieren der Felgen beginnt mit der Suche nach kompetenten Profis. Der entsprechende Lackiererbetrieb erstellt auf Basis der Felgendiagnose einen individuellen Kostenvoranschlag für das Lackieren der Felgen bei Ihrem Fahrzeug. 

    ‌Der Weg in die Werkstatt ist notwendig, weil vor dem Lackieren die Felgen direkt vor Ort begutachtet werden müssen. Nur so können der Zustand und die einzelnen Arbeitsschritte (Reinigung, Aufbereitung, Reparatur, Lackierung etc.) eingeschätzt werden. Auch Fragen nach einem Austausch defekter Felgen oder nach dem Preis einer Sonderlackierung lassen sich nur beim Fachmann beantworten. In seriösen Betrieben sind derartige Besichtigungstermine unverbindlich und kostenlos. 

    ‌Die Kosten für das Lackieren hängen zunächst vom aktuellen Zustand der Felgen ab. Befinden sich Beschädigungen, Rost oder Beulen an den Felgen, reicht eine einfache Lackierung nicht mehr aus und die Felgen sollten aufbereitet werden. 

    ‌Zum Aufbereiten der Felgen gehören nämlich neben dem eigentlichen Lackieren auch das Abziehen der Felgen, eine gründliche Reinigung, die Entfernung des alten Lacks (und eventuell von Rost) sowie eine abschließende Versiegelung der Felge mit Klarlack. Diese notwendigen Vor- und Nacharbeiten fließen natürlich in die Gesamtkosten der Lackierung der Felgen ein. 

    ‌Eine weitere wichtige Rolle bei den Kosten der Lackierung spielt der Umstand, ob es sich um Alufelgen, um Stahlfelgen oder um Chromfelgen handelt. Auch die Lackiermethode (z.B. klassische Nasslackierung oder Pulverbeschichtung) schlägt sich im Preis nieder.
  • Alufelgen lackieren: Den geringsten Aufwand und damit auch die geringsten Kosten verursacht das klassische Lackieren von Stahlfelgen. Der Preis liegt hier pro Felge im unteren zweistelligen Bereich. Handelt es sich um Alufelgen, liegen die Kosten dafür etwas höher. Für eine Lackierung – einfarbig oder schwarz, ohne Sonderlackierung – berechnen die Profis ab etwa 60 Euro pro Felge. Diese Beträge lassen sich aber noch etwas mindern, wenn die Alufelgen im Vorfeld regelmäßig gründlich gereinigt und gepflegt wurden. 
  • Pulverbeschichten von Felgen: Wenn die Alufelgen besonders viel auszuhalten haben, ist das stoß-, kratz- und schlagfeste Pulverbeschichten die beste Option. Allerdings ist das auch mit höheren Kosten verbunden. Die Alufelge wird beim Pulverbeschichten in einem chemischen Tauchbad von allen Lackresten befreit. Danach erfolgt das Lackieren in drei Schichten: Grundierung, Farblack und Klarlack. Jede Schicht wird in einem speziellen Brennofen etwa 45 Minuten lang eingebrannt. Die Pulverbeschichtung der Alufelgen bietet außerdem die größte Bandbreite an Farben, weil sich damit alle RAL-Farbtöne (matt und hochglänzend) realisieren lassen. Für das Pulverbeschichten können pro Felge – je nach Fachbetrieb und Region – durchaus Preise im unteren dreistelligen Bereich anfallen. 
  • Lackieren von Chromfelgen: Die höchsten Kosten entstehen bei der Neulackierung von Chromfelgen. Solche Chromfelgen sind eigentlich Alufelgen, die mit einer Chromschicht überzogen wurden. Um die Felgen neu zu verchromen, müssen sie mehrere galvanische Tauchbäder über sich ergehen lassen. Der Zeitaufwand und die benötigten Chemikalien haben ihren Preis. Kosten für das Lackieren der Chromfelgen ab etwa 200 Euro pro Chromfelge sind hier durchaus üblich. 
  • Nur in kompetenten Karosserie- und Lackierfachbetrieben werden die Felgen auch fachgerecht und zu einem fairen Preis lackiert. Dort stehen Materialkenntnisse, verschiedene Lackierverfahren, die passende Umgebung und das richtige Equipment gemeinsam zur Verfügung. 

    ‌So manche Autofahrer machen an ihren Felgen Selbstversuche mit ein paar Spraydosen aus dem Baumarkt. Bei einer laienhaften Lackierung der Felgen kann man zwar vorerst Kosten sparen. Geht der Selbstversuch jedoch daneben, kann es zu weitaus höheren Kosten kommen.

    Bremssattel lackieren

    Ein lackierter Bremssattel ist ein kleines, aber sehr wirkungsvolles Detail für den Gesamtlook eines Autos. Mit ein wenig Einsatz und preiswerten Mitteln kann man sich ein optisches Extra am Auto verschaffen. Ein lackierter Bremssattel steigert auch den Wiederverkaufswert des Autos. 

    ‌Das gilt allerdings nur, wenn die Bremssättel professionell lackiert wurden. Bremssättel zu lackieren ist tatsächlich ein heikles Thema unter Autoherstellern. 

    ‌Der bekannte Hersteller Brembo (einer der bekanntesten Hersteller von Sportbremsen) rät zum Beispiel dringend davon ab, die Bremssättel zu lackieren. Als Hersteller hat er dafür gute Gründe. Dazu zählen:
  • Produktsicherheit
  • Fälschungssicherheit 
  • Effizienz des Bremssattels 
  • Herkunftsnachweis 
  • Bei einem Brembo-Sattel ist ein Bremssattellackieren in der Regel auch überhaupt nicht notwendig. Sie werden bereits ab Werk mit einer hitzebeständigen Farbschicht ausgeliefert, die sich leicht reinigen lässt. Bei den Serien-Bremssätteln spricht hingegen nichts gegen eine dezente optische Aufwertung – solange man es richtig macht. 

    ‌Beim Bremssattellackieren muss immer spezieller Bremssattellack zum Einsatz kommen. Der richtige Lack ist das A und O bei dieser Maßnahme. Nur Bremssattellack hat die technischen Eigenschaften, die an dieser Stelle erforderlich sind:
  • Hitzebeständigkeit 
  • Dehnfähigkeit 
  • Widerstandskraft gegen Steinschlag, Abrieb und Salz  
  • Autolack oder Heizkörperfarbe bringen diese Eigenschaften nicht mit. Um es deutlich zu sagen: Sie gefährden Ihre Fahrsicherheit, wenn Sie für das Bremssattellackieren nicht den zugelassenen Bremssattellack verwenden. Glücklicherweise ist Bremssattellack nicht sehr teuer und man braucht nicht viel davon.

    Anlaufstellen und Kostenfaktoren

    In Hinblick auf größere Lackreparaturen ist es immer notwendig, die Arbeiten einem Fachbetrieb zu übergeben. Ein zertifizierter Kfz-Lackierer wird Ihr Fahrzeug inspizieren und mit Ihnen Ihre Pläne besprechen. Die Beratung ist für gewöhnlich kostenlos. Erst nachdem bereits ein Plan ausgearbeitet und alles genau besprochen wurde, bekommen Sie vom Anbieter einen Kostenvoranschlag. Dabei ist es natürlich auch Ihr Recht, das Angebot abzulehnen. Sie können sich im Zweifel auch Bedenkzeit verschaffen und gegebenenfalls Preise verschiedener Betriebe vergleichen. 

    ‌Nutzen Sie das Suchportal, um einen passenden Kfz-Lackierer in Ihrer Nähe zu finden.

    Jetzt Experten zum Thema "Kfz-Lackierer" in Ihrer Region finden

    Auto lackieren: Kosten und Sparen

    Was das Autolackieren kosten kann, lässt sich leider schlecht verallgemeinern. Wegen der umfangreichen und gleichzeitig sehr individuellen Arbeiten, um ein Auto komplett umlackieren zu lassen, ist es extrem schwierig, genaue Beträge zu beziffern. 

    ‌Da der Fachbetrieb die komplette Demontage, die Lackierung und die spätere Montage aller Teile vornehmen muss, liegen die Preise für das Umlackieren oft im vierstelligen Bereich. Ein verbindliches Angebot kann erst nach genauer Begutachtung des Schadens in der Werkstatt genannt werden. 

    ‌Die Kosten für Lackreparaturen setzen sich im Groben aus vier Punkten zusammen:
  • Schleifmaterial
  • Spachtelmasse (bei tiefen Lackschäden) 
  • benötigter oder gewünschter Lack 
  • Arbeitsaufwand durch den Handwerker 
  • Außerdem kann es vorkommen, dass verschiedene Arbeitsschritte notwendig sind, um das Auto zu lackieren. Das kann zum Beispiel beim Abbau eines Teils so sein. Dann muss ein Lackierer es schleifen, ausbessern, lackieren und wieder neu am Wagen anbringen. 

    ‌Dazu kommt, dass jeder Schaden anders ist und einen eigenen Aufwand erfordert. Je höher er ist, desto mehr muss man normalerweise auch bezahlen. 

    ‌Die folgenden Fragen helfen abzuschätzen, mit wie viel Aufwand die Reparatur verbunden ist:
  • Wie groß ist die zu lackierende Fläche? 
  • Wie hoch ist der Zeitaufwand für das Entrosten? 
  • Wie hoch ist der Aufwand für den Abbau und die erneute Montage? 
  • Muss die alte Lackfarbe entfernt werden? 
  • Wie hoch ist der Zeitaufwand für Schleifen und Spachteln bei Unebenheiten? 
  • Wie hoch ist der Umfang für Grundier- und Füllerarbeiten? 
  • Welche Art von Autolack braucht der Wagen? 
  • Müssen auch Teile im Innenraum lackiert werden? 
  • Soll der Basislack einen bestimmten Farbeffekt haben (Metallic, Perlschicht, Flip-Flop-Lack)? 
  • Wie soll der Klarlack sein (kratzfest, matt, hochglänzend)? 
  • Um beim Autolackieren Kosten zu sparen, gibt es einige Möglichkeiten:
  • Vorbereitung selbst durchführen: Möchten Sie bei einem Lackschaden die Kosten für die anfallenden Arbeiten mindern, können Vorbereitungsarbeiten gegebenenfalls selbst durchgeführt werden. Zur Vorbereitung gehören beispielsweise das Reinigen, Entrosten oder Schleifen. 
  • Effektlacke meiden: Ein großer Kostenpunkt bei Lackierarbeiten sind besondere Effektlacke. Dazu gehören zum Beispiel Mattlacke. Sinnvoll kann es dagegen aber sein, bei dem Klarlack zu einer teureren Variante zu greifen: Denn ist der Lack besonders kratzfest, kann das eine gute Investition sein. 
  • Smart Repair: Smart Repair ist ein Sammelbegriff für alle kleinen Reparaturen an Fahrzeugen. Bei der Autolackierung mit Smart Repair ist es das Ziel, den Lack mit möglichst geringem Aufwand in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Das heißt zum Beispiel, dass bei einem kleinen Steinschlag im Lack nicht die gesamte umliegende Fläche behandelt wird, sondern der Lackierer den Schaden punktgenau ausbessert und so den Aufwand geringhalten kann. Im Vergleich zur Lackierung ganzer Karosserieteile können etwa 60 Prozent der Kosten gespart werden. Zu den Vorteilen von Smart Repair zählen der geringe Materialverbrauch, niedrige Kosten und ein umweltfreundlicherer Aufwand als bei üblichen Methoden. Smart Repair kann aber auch Nachteile haben: Wegen des möglichst geringen Aufwands können Übergänge zwischen dem alten und dem neuen Lack leicht sichtbar werden.  
  • Autofolierung: Eine kostengünstige Alternative zum Lackieren ist das Car-Wrapping. Hier trägt der Kfz-Folierer eine sehr dünne und selbstklebende Kunststoff-Folie großflächig auf die Autolackierung auf. Auf Wunsch kann die Folie sogar bedruckt werden. Es gibt beim Car-Wrapping aber auch besondere Lackschutzfolien, die den Originallack zuverlässig vor Kratzern und Steinschlägen schützen.  
  • Wann zahlt die Versicherung Lackschäden?

    Grundsätzlich gilt: Bei falscher Pflege, Falschbetankung, falsch durchgeführten Ausbesserungen oder Ähnlichem müssen Sie die Reparaturkosten für Ihren Wagen selbst übernehmen. Auch die Kaskoversicherungen zahlen in dem Fall den entstandenen Schaden nicht. 

    ‌Die Vollkaskoversicherung zahlt nur Lackschäden, die entstanden sind durch:
  • Unwetter  
  • Vandalismus 
  • Eigenverschulden bei der ordnungsgemäßen Benutzung des Fahrzeuges (z.B. Einparken) 
  • Achtung:
    Bei kleineren Schäden (bis 1.300 Euro) lohnt es sich häufig nicht, dass die Versicherung die Kosten übernimmt. Sonst wird der Schadenfreiheitsrabatt zurückgestuft und Sie sparen in Summe weniger. Bei kleineren Reparaturen sollten Sie deshalb lieber selbst die Kosten bezahlen.
    Die Teilkaskoversicherung bezahlt nur Lackschäden, die entstanden sind durch:
  • Kurzschluss 
  • unvermeidbare Schäden durch Unwetter wie Überschwemmungen oder Hagel 
  • Hinweis:
    Für Kratzer oder Brandschäden, die zum Beispiel durch Vandalismus verursacht wurden, ist eine Vollkasko notwendig.
    Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt nur, wenn Sie selbst den Autolack eines anderen (Dritten) beschädigt haben. Wenn aber eine andere Person Ihr Auto beim Aussteigen beschädigt, muss die Haftpflichtversicherung des Schädigers den Schaden an Ihrem Auto bezahlen.

    Lackschäden vorbeugen

    Feuchtigkeit und Verunreinigungen können dem Material des Autos schnell zusetzen. Es lohnt sich deshalb, das Auto sauber und trocken zu halten und den Lack gelegentlich zu inspizieren. Denn bei rostenden Autoteilen wird das Metall brüchig, es platzt auf und zersetzt sich schließlich vollständig. 

    ‌Deshalb sollten einige Stellen des Autos, die besonders anfällig für Rost sind, regelmäßig überprüft werden. Dazu gehören:
  • Kotflügel
  • Tankdeckel 
  • Türrahmen 
  • Schwellenbereiche 
  • Kofferraumhaube 
  • Türen
  • Türgriffe
  • A-, B- und C-Säulen 
  • Abgasanlage
  • Damit das Fahrzeug voll funktionsfähig bleibt, ist es wichtig, dass die Pflege des Autolacks ernst genommen wird und nicht nur als rein optisches Anliegen empfunden wird. Achten Sie also darauf, Ihr Auto regelmäßig zu reinigen und kleine Lackschäden lieber früh als zu spät auszubessern. 

    ‌Um den Lack stellenweise oder gesamt zu schützen, können zudem sogenannte Lackschutzfolien angebracht werden. Mehr zu dieser speziellen Art der Auto-Folierung ist im entsprechenden Artikel nachzulesen.

    Auto lackieren – Auto & Zweirad

    Wer kann ein Auto lackieren?

    Abgesehen von der Behebung kleiner Lackschäden, sollte die Kfz-Lackierung immer von einem zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen werden. 

    ‌Weiterlesen: Anlaufstellen und Kostenfaktoren

    Was kostet es, das Auto lackieren zu lassen?

    Der Gesamtpreis ist von verschiedenen Faktoren und Ihrer individuellen Situation abhängig. Bei Volllackierungen kann man auf jeden Fall mit Preisen im vierstelligen Bereich rechnen. 

    ‌Weiterlesen: Anlaufstellen und Kostenfaktoren

    Wie bessert man kleine Lackschäden aus?

    Sind Lackschäden nicht zu groß und nicht zu tiefgreifend, können sie mit einfachen Methoden wie Politur oder Lackstift behoben werden. 

    ‌Weiterlesen: Kleine Lackschäden ausbessern

    Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen sind lediglich allgemeine Informationen und ersetzen keine professionelle Beratung. Jede Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität ist ausgeschlossen.